Der kleine Unterschied

Wer zwischen 11. und 15. Februar 2016 die Collins Avenue in Miami Beach entlang flaniert, braucht eine Sonnenbrille, selbst wenn es so bewölkt ist wie jetzt. Die „Yachts Miami Beach“ lockt mit gleißenden Schönheiten von solcher Imposanz, dass ich am liebsten gleich Reißaus nehmen würde. Das ist nicht meine Welt, das ist der helle Wahnsinn. Wer kann, wer will sich so etwas kaufen? Die Werte, die hier nebeneinander vertäut sind, liegen in Dimensionen, die ich mir gar nicht vorstellen kann. An nicht wenigen Yachten hängt dezent, aber doch gut sichtbar das Schild „Sold“.

Yacht Show

Warum bin ich überhaupt hier? Zum einen, weil meine Bleibe zufällig in der Collins Avenue ist. Zum anderen, weil überall Fahnen hängen mit der Aufschrift „Miami International Boat Show“ und ich es mal wieder nicht gecheckt habe. Da müssen doch irgendwo auch Ruderboote sein. Ich laufe fast zwei Kilometer Luxusyachten ab, bis ich es endlich kapiere. Die Boat Show ist etwas anderes und nicht hier, sondern in Key Biscayne, 20 Minuten Shuttlebusfahrt entfernt. Nach langem, langem Suchen, ich wäre fast daran vorbeigelaufen, finde ich dort endlich den einzigen Stand mit Ruderbooten. Der Messerepräsentant von „Little River Marine“ ist schon am Einpacken. Die Sonne lässt sich noch immer nicht blicken.

Boatshow

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